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Wenn von „Achtsamkeit“ gesprochen wird, dann denken viele vielleicht an Ashrams in Indien, wo realitätsferne Aussteiger den ganzen Tag mit Meditieren verbringen.

Nun, wer bisher dieses Bild mit „Achtsamkeit“ assoziierte, den wird folgende Tatsache wahrscheinlich stark verblüffen: SAP, der weltgrösste Hersteller von Business Software, einer Materie, die so gar nichts mit Esoterik zu tun hat, gibt eine Unmenge an Geld aus, um jedes Jahr mehr als 6000 Mitarbeiter in Achtsamkeit zu schulen. Die Firma hat für diese Aufgabe sogar eine eigene Position geschaffen, die sich Director Global Mindfulness nennt. Und der Jobinhaber sitzt nicht in einem indischen Ashram, sondern in: Silicon Valley!

Warum macht eine Firma wie SAP das? Aus Jux und Tollerei, oder reiner Menschenliebe? Sicherlich nicht. Das Unternehmen sagt selbst: „Wir haben herausgefunden, dass Achtsamkeit einen messbaren Einfluss auf den Erfolg des Unternehmens hat!“

Doch wie ist das möglich? Achtsamkeit bedeutet, sich seiner Innenwelt bewusst zu sein. wahrzunehmen, mit welchen Gedanken, Gefühlen und körperlichen Empfindungen man auf die Geschehnisse im Aussen reagiert. Wenn jemand in Stress gerät, dann ist es – objektiv betrachtet – nicht die Situation als solche, sondern die Folge dessen, wie derjenige selbst über die Situation denkt. Gedanken lösen Gefühle aus und Gefühle körperliche Zustände. Alles drei zusammen verursacht Stress … oder eben nicht.

Wenn zum Beispiel ein Projektleiter mit einer Hiobsbotschaft nach der anderen konfrontiert wird und sieht, dass gerade alles schief läuft und er deswegen seine gesteckten Meilensteine davon schwimmen sieht, dann kann er mit Gedanken wie: „Was wird mein Chef sagen? Die Gehaltserhöhung kann ich dann vergessen! Mit dem USA Urlaub mit der Familie wird’s dann heuer auch nichts! Wie bring ich das meinen Kindern bei?“ usw. Und so kann es sein, dass er die Kette negativer Vorstellungen immer weiter und weiter spinnt, mit der Folge, dass er sich mit jedem negativen Gedanken schlechter, schwächer, ohnmächtiger fühlt, noch unbewusster wird und das flaue Gefühl im Magen, den Druck auf der Brust und den kalten Schweiss auf der Stirn wahrscheinlich gar nicht erst wahrnimmt.

Die Folge: Wir re-agieren, indem wir ins Tun flüchten. Hektik, blinder Aktionismus und oftmals auch unüberlegte Worte sind die Folge solch unachtsamen Verhaltens. Aus der Distanz betrachtet gleicht unser Verhalten in solchen Situationen nicht selten einem gackernden, aufgescheuchten Huhn.

Damit das nicht passiert braucht es: Achtsamkeit. Vor allem Achtsamkeit sich selbst gegenüber. Das bezeichnet man dann als Selbstwahrnehmung. Die gleiche Situation, aber mit einer achtsamen Selbstwahrnehmung, mag dann folgendermassen verarbeitet werden:

 

1. Akzeptieren was ist
Ich nehme die Hiobsbotschaften als Fakt und Gegebenheit auf und lasse sie so stehen. Ich bewerte sie nicht und gehe nicht in Widerstand (In Widerstand zu dem zu gehen, was gerade da ist, ist ohnehin der grösste Irssinn, den man begehen kann).

 

2. Innenschau halten
Statt ins Handeln, erstmal in die Stille gehen! Innehalten. Sich fragen: Was macht das gerade mit mir? Welche Gefühle löst das bei mir aus? Welche körperlichen Empfindungen.
All das, was ich gerade in mir wahrnehme, lasse ich zu. Es darf da sein!
Zu Kopfkino und gedanklichen Negativspiralen sage ich Stop und hole meine Aufmerksamkeit sofort wieder zurück ins Hier und Jetzt.

 

3. Bewusst entscheiden
Frage dich dann: Wie will ich darauf reagieren? Und dann triff eine bewusste Entscheidung!
So agierst du, statt zu reagieren – bewusst und aus einer inneren Klarheit heraus.

Achtsamkeit lernt man nicht von heute auf morgen. Regelmässige Meditation, Qi Gong und Yoga helfen dabei, Achtsamkeit zu entwickeln und zu pflegen.

Menschen, die achtsam sind, treffen bessere Entscheidungen, sind leistungsfähiger und robuster. Sie verhalten sich in schwierigen Situationen und zwischenmenschlichen Konflikten lösungsorientierter und sind damit letztlich erfolgreicher.

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