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Studien zufolge beruht beruflicher Erfolg nur zu 25% auf unseren fachlichen und intellektuellen Fähigkeiten. 75% hingegen werden durch eine optimistische Grundhaltung und die Fähigkeit, schwierige Aufgaben und Probleme nicht als Stress, sondern als Herausforderung wahrzunehmen, erreicht.

 

Dazu müssen wir die Formel für Erfolg neu schreiben. Warum? Weil die alte nicht mehr gültig ist. Oder besser gesagt, nie wirklich gültig war!

Bisher galt: Je mehr und je härter du arbeitest, desto erfolgreicher bist du. Und je erfolgreicher du bist, umso glücklicher wirst du sein.

Dieser Grundsatz wurde uns schon in frühester Kindheit eingebläut und zieht sich wie ein roter Faden durch Schule, Ausbildung und Berufsleben. Er bestimmt unser Erziehungs- und Schulsystem und determiniert die Art, wie Führung und Motivation in Firmen gelebt wird.

Doch diese Formel ist nicht nur wissenschaftlich inkorrekt, sie ist sogar genau verkehrt herum!

 

Jedes Mal, wenn dein Gehirn einen Erfolg verzeichnet, setzt es die Ziellinie für Erfolg neu. Hast du gute Noten? Ok dann sieh zu, dass du noch bessere bekommst. Du bist befördert worden? Dann schau gleich welche Beförderung du als nächstes anstreben kannst. Du hast dein Vertriebsziel erreicht? Dann leg als nächstes ein noch ehrgeizigeres fest. Wir haben ein Rekordergebnis eingefahren? Dann analysieren wir auf der Stelle, wie wir das im nächsten Geschäftsjahr nochmal übertreffen können.
Jedes Mal, wenn wir die Messlatte übersprungen haben, setzen wir sie danach gleich wieder ein Stückchen höher, können einen Erfolg nie wirklich geniessen und degradieren das Erreichte als Gewöhnlich ab. Gefangen im Hamsterrad des permanenten Strebens nach immer noch mehr, mehr, mehr, kommen wir so niemals am Ziel an…und bleiben selbst dabei auf der Strecke.
Das belegen die Statistiken der Krankenkassen eindrucksvoll: Psychische Störungen sind mittlerweile die zweithäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit und haben damit die klassischen Volkskrankheiten Erkältung und Grippe auf Platz 3 verdrängt! Burnout hat sich seit 2006 verfünffacht!

“If happiness is on the opposite side of success, your brain never gets there.” fasst es der Glücksforscher Shawn Anchor zusammen. Bildlich ausgedrückt verhalten wir uns wie der Esel, der hinter der Karotte her rennt und sie doch nie kriegt.

 

Nichts gegen Wachstum und Optimierung – das sind absolut erstrebenswerte Ziele und wichtige Beweggründe von uns Menschen, die uns weit gebracht haben. Citius, altius, fortius – schneller, höher, stärker – das war ein Motto, das schon die alten Römer propagierten. Problematisch wird es dann, wenn wir fremdgesteuert durch die Sucht nach immer mehr und immer besser, in dem Irrglauben, dass gut nie gut genug ist, aus dem Gleichgewicht geraten und das eigentliche Ziel unseres Strebens dabei verlieren, nämlich Glück und Zufriedenheit.

 

Doch genau das sind die wichtigsten Zutaten für Erfolg. Erfolg entsteht am leichtesten auf der Grundlage von psychischem Wohlbefinden. Glück aktiviert alle Lernzentren unseres Gehirns. In einem positiven Zustand bringt unser Gehirn nachweislich bessere Leistungen hervor, als in einem neutralen, oder gestressten. Kreativität, Intelligenz und Energie steigen messbar an. Eigenschaften, die für heutige Unternehmen, in denen es immer mehr darum geht, gute Ideen hervorzubringen, wichtiger sind denn je.
Das kennt jeder auch aus eigener Erfahrung: Wenn wir gut drauf sind, dann gehen wir auf Herausforderungen eher mit der Einstellung zu: „Hey, jetzt will ich doch mal sehen wie ich das am besten lösen kann.“ statt mit einem murrenden „Oh nein, das auch noch!“ den Kopf einzuziehen, wie wir es bei einer weniger euphorischen Gemütslage tun würden.

 

Was bedeutet das nun für die Führungspraxis?

Statt seine Mitarbeiter mit KPIs (Key Peformance Indicator) nach vorne zu peitschen, wäre es eine Überlegung wert, sich damit zu begnügen, sie auf das grosse Ganze einzuschwören, gemeinsame Ziele, die Sinn machen und den Ehrgeiz wecken und für gute Stimmung an Bord zu sorgen, dann nämlich…wird Erfolg zu einem Selbstläufer!
Oder wie es Antoine de Saint-Exupery so trefflich formulierte: „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

 

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